Die Finanzkrise hat in jedem Bereich ihre Spuren hinterlassen. Allgemein sehen die Aussichten für eine Wirtschaftserholung in 2010 positiv aus. Experten rechnen andererseits mit steigenden Arbeitslosenzahlen und schwierigen Finanzierungsbedingungen, die als Bremse für einen raschen Aufschwung wirken.
Eine globale Erholung nach der Finanzkrise ist zu erkennen. Für die deutsche Wirtschaft läuft damit der Exportmotor wieder an. Für dieses Jahr ist laut Meldungen mit einer Erhöhung an Ausfuhren, von rund 6,3 Prozent zu rechnen. Zusätzlich führt zurzeit der Eurokurs, zu einem belebten Exportgeschäft.
Nach der Finanzkrise ist im Binnengeschäft in 2010 ein leichter Investitionsschub absehbar. Als Bremse könnte sich die Kurzarbeit erweisen, wenn sich Unternehmen gegen eine Verlängerung entscheiden. Das dürfte die Arbeitslosenzahlen im Jahresdurchschnitt auf rund 4 Millionen Menschen treiben. Durch die zusätzliche Arbeitslosenzahl sinkt der private Konsum.
Die Veränderung des Produktionspotenzials könnte für die Zukunft ein wichtiger Parameter sein. Potenzialwachstum bedeutet eine längerfristige Auslastung und Veränderung aller Kapazitäten des Bruttoinlandsprodukts. In der noch nicht überstandenen Finanzkrise ist die Politik hier stark gefordert.
Die seit der Finanzkrise befürchtete Kreditklemme ist bisher nicht in dem Umfang eingetreten. Tägliche Meldungen berichten nach wie vor über einen Abschreibungsbedarf der Banken. Der Zugang zu den Krediten ist für ein Unternehmen überlebenswichtig, welches zusätzlich positive Zeichen für einen Aufschwung setzt.